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    Der Vogelhändler (German Edition)

    Por Zeller Carl

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    Auf einer Waldlichtung nahe dem Eingang zum kurfürstlichen Jagdrevier herrscht lebhaftes Treiben. Die Bauern und Bürger wildern leidenschaftlich im kurfürstlichen Revier. Sie sind damit beschäftigt ihre Gewehre aus dem geheimen Versteck, einem Fass zu holen und zusammenzuschrauben. Plötzlich erscheint atemlos und aufgeregt der Bürgermeister Schneck auf der Szene. Er gibt den Befehl, "Weg mit den Gewehren" da in Kürze der Kurfürst erscheinen werde, um Wildschweine zu jagen. Allgemeines Entsetzen! Bereits seit langem haben sie sämtliche Wildschweine abgeschossen. Noch bevor sie einen Entschluss fassen können, werden sie durch den kurfürstlichen Wildmeister überrascht und von seinen Jagdgehilfen an der Flucht gehindert. Weps verlangt, dass man sofort ein Wildschwein herbeischaffe. Wie, sei ihm egal! Nach einigem hin und her lässt er erkennen, dass er bestechlich ist. Der Augenblick ist günstig, die Gemeindekasse durch Einzug eines Bußgeld zu erleichtern, und damit die am nächsten Tag fälligen Schulden seines Neffen Stanislaus zu begleichen. Zwecks Regelung der Formalitäten mit dem Dorfschulzen löst Weps die Versammlung auf und verlässt anschließend die Szene um die notwendige Kaution zu besichern. Von der Bevölkerung freudig begrüßt, treten die Tiroler Wanderhändler mit Vogelkraxen auf dem Rücken auf. Einige Augenblicke später kommt auch Adam, der sich durch die Suche nach seiner Christel, verspätet hat. Der Bürgermeister Schneck kehrt zurück und erbittet Adam's Rat, wie man einen Kurfürsten würdig empfängt. Adam nimmt an einem der Tische der Waldschenke Platz als auch Weps zurückkehrt. Er erklärt dem Wildmeister, dass er dringend einen guten Posten braucht, um seinen Schatz, die Briefchristel, heiraten zu können. Er versucht mit seinen Mitteln das Ziel zu erreichen und drängt Weps einen dressierten Vogel auf. Als der Neffe Stanislaus auftritt, der die bewusste Summe zur Begleichung seiner Schulden holen will, ist Weps bereits bei der zweiten Flasche angelangt. Die Übergabe der 2000 Gulden ist durch die Nachricht, dass der Kurfürst die Jagd wieder abgeblasen hat, gefährdet. Um die Summe des Dorfschulzen zu retten, ist Weps damit einverstanden, dass Stanislaus für die Dorfbevölkerung den Kurfürsten spielt. Die Kurfürstin Marie und ihre Damen haben sich als Bäuerinnen verkleidet, um den Kurfürsten und die Herren des Hofes zu überraschen. Sie haben allerdings keine Ahnung, dass die Jagd abgeblasen ist. Adam ist über das Ausbleiben von Christel verärgert und versucht mit "Bäuerin" Marie anzubändeln und schenkt ihr die Christel zugedachten Edelweiß. Über das Ansinnen, dass ihn die Kurfürstin dafür küssen soll, zeigt sich die Hofdame Adelaide so entrüstet, dass sie zum sofortigen Aufbruch schreitet. Adam ist gerade rechtzeitig wieder alleine, als sein Schatz, die Christel naht. Sie hat die Absicht dem Kurfürsten eine Bittschrift auf Ernennung ihres Adam's zum Menageriedirektor zu überreichen. Darüber bricht ein Streit zwischen den beiden aus. Adam geht in die Waldschenke um seine Schulden zu begleichen. Da erscheint Stanislaus, den sie nach einer Bemerkung seines Onkels Weps für den Kurfürsten hält, auf der Szene. Der freche Stanislaus entführt Christel in den kleinen Jagd-Pavillon, da er nur dort bereit sei, die Bittschrift entgegen zu nehmen. Die Szene wird von zwei Tirolern beobachtet. Der Festzug zum Empfang des Kurfürsten naht, in seiner Mitte unter einem Baldachin aus Blumen als Ehrenjungfrau die Tochter des Dorfschulzen, eine dreifache Witwe. Weps der den Eingang zum Pavillon bewacht, will alle fortschicken. Er gerät in höchste Verlegenheit, als von der einen Seite die Kurfürstin auf ihn zutritt und von der anderen Seite Adam mit seinen Freunden herbeieilt, um den Verführer der Christel aus dem Pavillon zu holen. Beide glauben sich betrogen, und die Kurfürstin schenkt Adam einen Rosenstrauß (Schenkt man sich Rosen in Tirol).

    Freudestrahlend verlässt die Briefchristel den Pavillon und überreicht Adam seine Ernennungsurkunde. Wüt
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